Die unnötige Niederlage in Polen

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Updated: November 9, 2014
ms_enessteals

Am Donnerstag gab es für den FC Bayern Basketball eine ziemlich böse Überraschung bei Turow Zgorzelec.

Die Pleite in Turow

Die Bayern gingen als Favorit in die Partie. Sie haben auch wie ein Favorit begonnen und das erste Viertel gewonnen. Nur das Problem ist, dass ein Spiel nicht ein Viertel, sondern vier Vierteln dauert. Ein anderes Problem war, dass die Bayern ihre Größenvorteile und Zonendominanz nicht ausspielen konnten. Gerade John Bryant hatte dieses Problem gegen den kleineren und physisch deutlich schwächeren Gegenspieler Damian Kulig. Bryant fand zwar gut in die Partie, war aber später durch seine Foulprobleme völlig aus dem Rhythmus und konnte seine Vorteile gegenüber dem Polen nicht ausspielen. Kulig dagegen machte mit Bryant, was er wollte. Entweder scorte er aus dem Zweipunktebereich oder er drückte von außen ab. Aber Bryant war nicht das alleinige Probleme der Bayern. Das große Problem war das katastrophale Reboundverhalten, das mit 41:24 an den polnischen Meister ging. Die Polen sicherten sich 10 Offensivrebounds. Das Verhalten der Bayern an den Brettern grenzte zeitweise an Arbeitsverweigerung.
Ein weiteres Problem war, dass die Bayern aus dem Zweipunktebereich nur unterdurchschnittlich gescored haben. Nur 45.7% der Zweipunktewürfe waren erfolgreich. Dusko Savanovic traf keinen seiner sechs Zweipunktewürfe. Vladimir Stimac traf nur einen von Würfen. Neuzugang Anton Gavel, der in der BBL überzeugt, aber in der Euroleague seinen Rhythmus nicht findet, traf keinen seiner drei Würfe aus dem Zweipunktebereich.

Fazit

Die Bayern müssen schon am Sonntag gegen Pokalsieger und Vizemeister ALBA Berlin ein komplett anderes Gesicht zeigen. Sonst werden sie in der Hauptstadt untergehen. Zudem stehen sie bei der Partie am Donnerstag gegen Fenerbahce Ülker Istanbul, bei dem ich live im Audi Dome sein werde, fast schon unter Zugzwang. Das Spiel muss gewonnen werden, sonst sieht es mit dem Weiterkommen überhaupt nicht gut aus.

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