Der Playoffkampf in der Beko BBL – Teil 2

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Updated: September 14, 2014
ms_enessteals

Letztes Mal war Teil 1 angesagt. Dieses Mal folgt Teil 2. Meine Tipps für die Plätze 6 und 7:

6. ALBA Berlin

Viele Playoffkandidaten haben sich sehr gut verstärkt. ALBA konnte mit Sasa Obradovic den wichtigsten Mann halten, dafür ging mit Logan ein gefährlicher Scorer. Auch die Abgänge von Levon Kendall, Jan-Hendrik Jagla und Sven Schultze könnten schmerzen. Vor allem wird meiner Meinung nach der Abgang von Kendall schmerzen. Das soll nicht heißen, dass die Abgänge von Jagla und Schultze nicht wehtun werden. Beide sind Identifikationsfiguren und haben wichtige Würfe getroffen. Aber Kendall ist ein Glue Guy. Einer, der die Dinge erledigt, die nicht im Boxscore stehen. Die wichtigsten Neuverpflichtungen sind Jonathan Tabu, Niels Giffey und Jamel McLean. Tabu nimmt wenige Würfe, ist aber sehr effektiv. Vor allem sein Off-Ball Verhalten gefällt mir sehr gut. Niels Giffey könnte es im ersten Jahr in Europa schwer haben. Dennoch ist er schon jetzt ein wichtiger 3&D-Spieler. Mit der McLean-Verpflichtung haben die Albatrosse meiner Meinung nach einen Fehler begangen. McLean soll wohl hauptsächlich als Power Forward eingesetzt werden und spätestens dann, wenn er auf der Vier spielt, werden die Berliner von jedem guten Gegner eins auf die Mütze bekommen. McLean kann auf der Vier spielen, dafür muss er aber in der Zone spielen. Mit Leon Radosevic haben die Berliner einen Center, der ab und zu aus der Mitteldistanz trifft, aber keinen Dreipunktewurf hat. Außerdem war die Berliner Schwäche im vergangenen Jahr das Spacing. In diesem Jahr haben sie nun noch weniger Möglichkeiten, weil McLean im Gegensatz zu Schultze und Jagla keinen guten Jumpshot besitzt. Deswegen werden die Berliner auf Platz 6 landen.

7. Telekom Baskets Bonn

Bei den Bonnern haben die Big Men Jamel McLean, Tony Gaffney und Kurt Looby den Verein verlassen. Außerdem verließ mit David McCray ein guter deutscher Guard die Telekom Baskets. Mit Tadas Klimavicius kommt ein Power Forward mit Euroleague-Erfahrung, der auf der Fünf spielen soll. Außerdem wurde Dirk Mädrich für die Center-Position verpflichtet. Mädrich und Klimavicius strahlen überhaupt keine Zonengefahr aus. Gegen Vereine mit einem überdurchschnittlich guten Center werden sie einige Probleme bekommen. Mit Angelo Caloiaro haben die Bonner einen hervorragenden Vierer bekommen, der ein klares Upgrade zu Tony Gaffney darstellen wird. Caloiaro ist viel variabler und war einer meiner Kandidaten für den MVP-Award im vergangenen Jahr. Der vierte und letzte Neuzugang ist Mickey McConnell. Er ist ein ganz anderer Spieler als David McCray. Während McCray ein bockstarker Verteidiger ist, glänzt McConnell in der Offense. In einer Lineup mit Andrej Mangold ist McConnell Gold wert. In einer Aufstellung mit McConnell und Benas Veikalas haben die gegnerischen Guards keine Probleme zu scoren. Alles in Allem haben die Bonner an Athletik und Zonenpräsenz verloren und werden häufig über das Shooting kommen. Deswegen sehe ich sie schwächer als die sechs Teams vor ihnen, die eine bessere Mischung aus Spacing und Zonendominanz haben.

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